„Hm? Sie möchten wissen, wie es dazu kam, dass es hier heute so aussieht?“ „Ich glaube, ich müsste erst ein paar Kannen Tee trinken, bevor ich alles erzählt habe.“ …… Mit dem Titel des Prüfungsbesten wurde der sechzehnjährige Jing Lan in den Kaiserpalast berufen, um dort als Zivilbeamter zu dienen. Seine hervorragenden Kenntnisse und seine gute Erziehung ließen ihn schnell aufsteigen. Jemand, der kurz davorstand, die Macht zu übernehmen, sagte einmal zu ihm: „Sie haben wirklich ein beneidenswertes Schicksal. Offenbar stehen Ihnen zwei Phönixflügel zur Seite und unterstützen Sie.“ Ja, alles lief ausgesprochen gut. Das fand sogar Jing Lan selbst. Doch zwei Jahre nach seinem Eintritt in den Palast brachte eine Rebellion seinen geordneten Alltag völlig aus dem Takt. Verhaftungen, Justizirrtümer, Gerichtsverfahren. Alles ging so schnell, dass der erst achtzehnjährige junge Mann kaum reagieren konnte, bevor man ihn degradierte und auf eine halb verlassene Poststation weit entfernt von seiner Heimat versetzte. Auch seine beiden älteren Brüder hatten alle Hände voll mit ihren eigenen Problemen zu tun, also musste er hier allein zurechtkommen. Unnütze Dinge wegwerfen, die moosbewachsenen Steinstufen sauber fegen, den heruntergekommenen, beinahe eingestürzten Pferdestall wieder aufbauen. Jing Lan stellte plötzlich fest, dass er solche Dinge vielleicht gar nicht schlecht beherrschte. Nur die Wehmut in seinem Herzen wollte nicht weichen. In manchen Nächten konnte er die Tränen nicht zurückhalten und rief im Schlaf nach seinen Brüdern. Doch am nächsten Morgen war er wieder ganz der Alte und kümmerte sich um irgendeine unordentliche Ecke – vielleicht die Poststation, vielleicht aber auch sich selbst. Nach und nach begann Jing Lan hier Blumen anzupflanzen. Die Blumen lockten zahlreiche geflügelte „Blütenräuber“ an, die am Himmel anmutig umhertanzten. Vielleicht vertrieb die leichte Brise, die von unzähligen winzigen Flügelpaaren erzeugt wurde, den letzten Rest seiner Wehmut. Jing Lan nahm den Pinsel zur Hand und schrieb den neuen Namen dieser Poststation nieder: Schmetterlingspostgarten. Auch der Hof erholte sich allmählich von der Rebellion. Ein neuer Kaiser bestieg den Thron und schickte dem weit entfernten Jing Lan eine Einladung, in den Palast zurückzukehren. Doch Jing Lan ließ ihm nur einen Satz zukommen: „Nachdem ich die Phönixflügel abgelegt habe, glaube ich, mich an die Leichtigkeit der Schmetterlinge gewöhnt zu haben.“ Von da an gab es in jener fernen Gegend eine Poststation, an der Reisende innehalten und sich ausruhen konnten. Dort lebte ein Gartenbesitzer, der stets die Blumen pflegte und dabei den Reisenden lauschte, wenn sie allerlei wundersame Geschichten erzählten.
Mein erster Charakter … Ich wünsche euch viel Spaß mit dem kleinen Lan! Wenn ihr auf Probleme stoßt oder euch beim Spielen irgendetwas nicht gut anfühlt, sagt mir bitte unbedingt Bescheid ゚(°ˊДˋ°) ° Ich habe echt Angst, euch für euer Geld nur Scheiße vorzusetzen 🥲
Die man nie treffen wird
By 呱